Bei der systemischen Familientherapie werden Probleme des Menschen in sein soziales Ganzes eingebunden gesehen. Somit sind alle Familienmitglieder an der Problementstehung und deren Aufrechterhaltung beteiligt. Die Familientherapie arbeitet daher nicht ausschließlich am Symptom bzw. mit dem Symptomträger, sondern mit dem gesamten Familiensystem.
Zum Inhalt einer Beratung/Therapie gehört eine Analyse der Familienstrukur, insbesondere die innerfamiliäre Interaktion und Kommunikation. Die grundsätzlichen Ziele stützen sich auf ein gesamtes Familiensystem und beinhalten:
das bessere Verstehen und ganzheitliche Zuordnen auftretender Symptome,
die Förderung eines harmonischeren Miteinanders,
das gegenseitige Verständnis und Vertrauen aufzubauen bzw. zu erweitern,
eigene Entwicklungsspielräume zuzugestehen,
die Interaktion auf der Basis von (sprachlicher) Wertschätzung und klarer Struktur zu gestalten,
innerfamiliäre Ressourcen zu mobilisieren und nachfolgende Stärkung Ihrer Handlungskompetenzen.
insbesondere bei Kindern die (gedankliche) Einbeziehung des sozialen Umfeldes (Schule, Vereine, Freundeskreis)
die Berücksichtigung von prägenden Einflüssen aus Vergangenheit und Gegenwart
das Aufzeigen von Perspektiven und das Einleiten von gemeinsamen Veränderungsprozessen.
Wann ist es Beratung, wann Therapie?
Ein therapeutisches Setting ist nicht in jedem Fall notwendig und geeignet. Es gilt immer die Freiwilligkeit der einzelnen Personen zu berücksichtigen und zu respektieren. Man kann niemanden zu einem beratenden Gespräch zwingen und noch sehr viel weniger, sich in einen therapeutischen Prozess einzulassen.
Häufig ist es auch ein fließender Übergang von einer Beratung zu einem konkreten Problem hin zu therapeutischen Interventionen. Wir sprechen in jedem Fall unser weiteres Vorgehen mit Ihnen ab und Sie treffen aufgrund unserer Empfehlungen Ihre Entscheidungen über das Ausmaß der Beratung/Therapie.
